beck-online

Die führende juristische Datenbank am Markt beck-online feiert in diesem Jahr 20-jähriges Jubiläum. Da sich die juristische Recherche in den letzten zwei Jahrzehnten deutlich weiterentwickelt hat, möchten wir dieses Jubiläum zum Anlass nehmen, nachzufragen, was genau sich getan hat, welche Angebote es speziell für junge Juristinnen und Juristen gibt und wie typische Fehler bei der Nutzung der Datenbank vermieden werden können.

Herr Hohoff, wie hat sich die Arbeit mit Datenbanken in den letzten 20 Jahren verändert?

Simon Hohoff: Als wir 2001 anfingen, bestand beck-online aus zwei Modulen, eines zum Zivilrecht und eines zum Arbeitsrecht. Heute sind wir mit beck-online Informationsvollanbieter mit über 40 Millionen Dokumenten. Diese verteilen sich thematisch passend auf rund 180 Fachmodule sowie 180 weitere Module wie spezielle Zeitschriften-, Gesetzes- und Formularmodule. Das Modulkonzept hat sich über die Jahre durchgesetzt. Denn es macht das komplexe Rechtssystem für den Einzelnen überschaubar. Jede Anwenderin und jeder Anwender kann auf diese Weise genau die Rechtsgebiete wählen, die sie bzw. er benötigt.

Neben gedruckten Büchern, die für die Datenbank digitalisiert werden, enthält beck-online heute außerdem mehr als 125 reine Online-Kommentare. Diese sind eigens für das Arbeiten am Bildschirm konzipiert und werden vierteljährlich aktualisiert. Über 90 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer arbeiten damit.

Der ein oder andere ist noch keine 20 Jahre dabei – wie also starte ich als junge Anwältin bzw. junger Anwalt am besten in die Welt der juristischen Datenbankrecherche?

S.H.: Wichtig ist zum einen, sich darüber klar zu werden, welche Fachinformationen ich benötige und sich zum anderen mit den Grundfunktionen der Datenbank vertraut zu machen. Antworten auf beides finden Sie z. B. in dem frei zugänglichen Servicebereich von beck-online. Sehr hilfreich sind auch unsere regelmäßig stattfindenden Live-Webinare, in denen wir die wichtigsten Funktionen der Datenbank erklären. Die Webinare sind kostenlos, und die Anmeldung erfolgt ebenfalls über den Servicebereich.

Gibt es Module, die Sie besonders jungen Anwältinnen und Anwälten ans Herz legen würden?

S.H.: Wer eher vielseitig tätig sein möchte, dem empfehle ich zu Beginn das Modul „Anwalt PREMIUM“ mit seinen Ergänzungsmodulen. Berufsanfängerinnen und Berufsanfänger, die bereits eine Spezialisierung vor Augen haben, können auch gleich in die Welt der Fachmodule eintauchen, beispielsweise zu Sozialrecht, IT-Recht oder Umweltrecht, am besten zunächst in der PLUS-Version.

Gibt es auch besondere Angebote für Berufseinsteiger:innen?

S.H.: Für das gerade von mir erwähnte Modul „Anwalt PREMIUM“ gewähren wir allen beck-online Neukunden bei Abschlüssen bis zum 30. November 2021 einen sehr günstigen Jubiläumspreis. Aber auch außerhalb dieser Aktion erhalten selbstständige Anwältinnen und Anwälte, deren Zulassung maximal drei Jahre zurückliegt oder die Mitglied im FORUM Junge Anwaltschaft im DAV sind, einen Rabatt auf das Modul.

Immer wieder stellte die interne Suche einer Datenbank Nutzerinnen und Nutzer vor Herausforderungen. Was hat sich hier in den letzten Jahren getan?

S.H.: Unterstützt wird die intuitive Bedienung der Suche seit einigen Jahren durch die Schwarmintelligenz anderer Nutzerinnen und Nutzer, denn häufig nachgefragte Dokumente werden stärker gewichtet als andere. Zur Hilfe kommt dem Anwender außerdem die linguistische Suche, die die Datenbank von selbst ausführt. Das heißt, Suchbegriffe werden in ihre Wortbestandteile zerlegt und für die Suchanfrage modifiziert oder auf Wunsch erweitert. Wer etwa nach dem Begriff Corona sucht, erhält Suchvorschläge zu häufig genutzten Wortkombinationen wie beispielsweise zu Grundrechten, zur Miete oder Soforthilfe. Zusätzlich blendet beck-online Verweise zu weiterführenden Dokumenten ein. Damit ist beck-online nicht nur eine virtuelle Bibliothek, sondern zugleich ein virtueller Assistent. Auch Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger kommen so schnell zum richtigen Ergebnis. Und natürlich stellt auch die Verlinkung all dieser Inhalte untereinander eine große Hilfe bei der Recherche dar.

Was ist eines der häufigsten Probleme bei der Datenbanksuche? Haben Sie einen Tipp zur Lösung?

S.H.: Oft wird nur ein Schlagwort in die Suche eingegeben. Das ist manchmal zu wenig für eine Datenbank dieser Größe. Besser ist es, zwei oder drei Begriffe einzugeben. Auch sollte möglichst mit dem genauen juristischen Fachbegriff gesucht werden. Viele geben beispielsweise nur „Kündigung“ ein, obwohl sie eigentlich die außerordentliche Kündigung eines Mietvertrags meinen. Hier wäre es besser „außerordentliche Kündigung Mietvertrag“ einzugeben. Man könnte je nach Fallkonstellation auch noch „Zahlungsverzug“ ergänzen.

Vielen Dank für das Interview, Herr Hohoff!

Foto: Verlag C.H.BECK oHG

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