Kindes- und Ehegattenunterhalt für Ihren Mandanten berechnen


Unterhaltsrechner für Kindes- und Ehegattenunterhalt in Ihre Kanzlei-Website einbinden und 30 Tage gratis testen!

Binden Sie den Unterhaltsrechner für Kindes- und Ehegattenunterhalt auf Ihrer Website ein. 30 Tage gratis und unverbindlich! Nach Ihrer Registrierung erhalten Sie alle weiteren Informationen per E-Mail von unserem Partnerunternehmen Smart-Rechner. Der Einbau des Rechners ist einfach, der Nutzen für Ihre Mandanten hoch.

Testen Sie den Rechner hier 30 Tage gratis

Zur Düsseldorfer Tabelle

Düsseldorfer Tabelle 2022 – welche Punkte Sie beachten müssen

Um einen einheitlichen Maßstab bei der Unterhaltsberechnung zu finden, wurde die deutschlandweit geltende Düsseldorfer Tabelle durchgesetzt. Aus dieser kann anhand von Altersklassen der Kinder und Einkommensstufen der Unterhaltsverpflichteten der zu zahlende Unterhaltsbetrag ermittelt werden.

Die Tabelle beginnt mit einer entsprechenden Übersicht von Unterhaltsbeträgen, die quasi den „Brutto-Unterhalt“ ohne Berücksichtigung des Kindergeldes darstellen.

Auf den nachfolgenden Seiten der Düsseldorfer Tabelle gibt es eine Übersicht zu der Berechnung des unterhaltsrelevanten Einkommens, dem Selbstbehalt sowie anderen Unterhaltsarten.

Am Ende der Tabelle, in der Regel ab Seite 5 werden die Zahlbeträge aufgelistet. Hier handelt es sich erneut um eine Übersicht von Unterhaltsbeträgen, die sich aus den Altersgruppen und Einkommensstufen ergeben, in denen das Kindergeld aber schon berücksichtigt ist. Man kann hier also direkt den sich ergebenden Zahlbetrag ablesen und anwenden.

Die Düsseldorfer Tabelle soll aber auch nur zur Orientierung dienen. Wenn sich tatsächlich ein anderer Unterhaltsbedarf ergibt (siehe unten bei „Sonder- und Mehrbedarf“), kann man auch diesen einfordern. Dennoch wird die Düsseldorfer Tabelle allgemein als verpflichtend angesehen und der Unterhalt fast immer danach berechnet und festgelegt.

Die Unterhaltsbeträge und Selbstbehalte werden regelmäßig den tatsächlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten in der Gesellschaft angepasst – nicht immer zur Zufriedenheit aller.

Die Altersgruppen der Kinder sind von 0 bis 5 Jahren, 6 bis 11 Jahren, 12 bis 17 Jahren und ab 18 Jahren eingestellt. Es gibt zehn Einkommensstufen. Bei Stufe 1 spricht man vom Mindestunterhalt, der eigentlich immer zu bezahlen ist.

Die jeweiligen Oberlandesgerichte regeln in den sogenannten Leitlinien zusätzlich noch Konkretisierungen, die in den einzelnen Bundesländern bzw. OLG-Bezirken im Besonderen gelten. So werden z. B. je nach Bundesland die einkommensmindernden Fahrtkosten zur Arbeit unterschiedlich bewertet.

Stellen Sie sich auf strenge Gerichte ein!

Die Gerichte sehen das Thema Kindesunterhalt in der Tat sehr streng und verlangen z. T., dass die unterhaltspflichtige Person einen Nebenjob annimmt oder gar für eine bessere Bezahlung in die alten Bundesländer oder als Saisonarbeiter ins Ausland umzieht, wenn er oder sie mit dem Einkommen den Mindestunterhalt nicht bedienen kann.

Auch können Auflagen erteilt werden, wonach der Unterhaltsverpflichtete Bewerbungsbemühungen nachweisen muss.

Gibt es keinerlei Bemühungen, für Unterhalt zu sorgen, z. B. weil der Unterhaltsverpflichtete sich nicht um Arbeit bemüht, kann das Gericht ein fiktives Einkommen ansetzen und das Elternteil zur Zahlung des vollen Mindestunterhaltes verpflichten, obwohl kein nennenswertes Einkommen vorhanden ist.

Sonder- und Mehrbedarf

Zusätzlich zum Mindestunterhalt kann das Kind über das betreuende Elternteil auch Sonder- und Mehrbedarf für besondere Aufwendungen geltend machen. Hierzu zählen z. B. Arztkosten, Betreuungskosten, Musikunterricht etc.

Volljährigenunterhalt

Aber auch bei den großen Kindern kommt es nicht selten zum Streit um den Unterhalt.

Beim Volljährigenunterhalt hat das erwachsene Kind einen Anspruch auf Unterhalt gegen beide Elternteile. Erfahrungsgemäß wird sich aber nur das Elternteil querstellen, bei welchem das Kind nicht gelebt hat.

Stand: 01.01.2022

 
Nettoeinkommen des/ der Barunterhaltspflichtigen (Anm. 3,4)


Altersstufen in Jahren (§1612 a Abs. 1 BGB)


Prozentsatz
Bedarfsbetrag (Anm.6)



0 - 56 - 1112 - 17ab 18




Alle Beträge in Euro

1.bis 1.900

396

455

533

569

100

960/1.160

2.

1.901 - 2.300

416

478

560

598

105

1.400

3.

2.301 - 2.700

436

501

587

626

110

1.500

4.

2,701 - 3.100

456

524

613

655

115

1.600

5.

3.101 - 3.500

476

546

640

683

120

1.700

6.

3.501 - 3.900

507

583

683

729

128

1.800

7.

3.901 - 4.300

539

619

725

774

136

1.900

8.

4.301 - 4.700

571

656

768

820

144

2.000

9.

4.701 5.100

602

692

811

865

152

2.100

10.

5.101 - 5.500

634

728

853

911

160

2.200

11.

5.501 - 6.200

666

765

896

956

168

2.500

12.

6.201 - 7.000

697

801

939

1002

176

2.900

13.

7.001 - 8.000

729

838

981

1047

184

3.400

14.

8.001 - 9.500

761

874

1024

1093

192

4.000

15.

9.501 - 11.000

792

910

1066

1138

200

4.700

Quelle: OLG Düsseldorf