LegalHead

Von Katrin Franke

Der Arbeitsmarkt von Juristinnen und Juristen hat sich grundlegend verändert. Nicht zuletzt der allgegenwärtige Fachkräftemangel, der gleichzeitig mit einer steigenden Nachfrage nach Top-Talenten einhergeht, hat dazu geführt, dass sich Arbeitgebende aktiv und mit innovativen Recruiting-Methoden um qualifizierte Mitarbeitende bemühen müssen, um sich im Wettbewerb um die besten Talente behaupten zu können.

Eine moderne Möglichkeit, die Job- und Kandidatensuche zu optimieren, ist das Job-Matching angelehnt an das Matching-System beim Online-Dating. Dieses Konzept hat sich die Job-Plattform Legalhead zunutze gemacht und eine Job-Matching-Plattform speziell für Juristinnen und Juristen ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Passgenauigkeit und Qualität der Optionen sowohl für Unternehmen als auch für Bewerbende zu erhöhen – beide Seiten sollen nur relevante Vorschläge erhalten.

Durch den intelligenten Algorithmus, der die Basis für ein passendes Match bildet, wurden bereits mehr als 200.000 Matches zwischen Kandidat:innen und Vakanzen/Unternehmen generiert. Der Algorithmus ermittelt dazu mithilfe einer regelbasierten KI , ob Wünsche und Anforderungen von Jobsuchenden und Unternehmen zueinander passen, um das perfekte Match zu erzielen. Als Kandidat:in bleibt man so lange anonym, bis man aktiv Interesse an einer offenen Vakanz bekundet. Kosten für Arbeitgebende entstehen dabei im Falle einer erfolgreichen Vermittlung. Für Bewerber:innen ist die Nutzung der Plattform komplett kostenfrei.

Im folgenden Interview berichten Martin Labes und Janna Liedtke, Rechtsanwälte bei VCvF.Legal, von ihrer Erfahrung bei der Jobsuche per Matching-Algorithmus.

Was unterscheidet die Jobsuche mit Legalhead von der üblichen Stellensuche?

Janna Liedtke: Legalhead ist ausschließlich auf die Vermittlung von Jurist:innen spezialisiert und vermittelt an Kanzleien und Unternehmen. Anders als bei anderen Portalen sind die Auswahlkriterien viel konkreter und auf speziell diese Zielgruppe ausgerichtet. Das beidseitige Matchingsystem ist ein Alleinstellungsmerkmal. Zudem besteht eine Vielzahl von Filteroptionen für die Jobauswahl.

Bitte beschreiben Sie unseren Leserinnen und Lesern, die Legalhead vielleicht noch nicht kennen, welche Funktionen die Plattform Jobsuchenden bietet.

J. L.: Legalhead bietet die Möglichkeit, sich über die Plattform mit potentiellen Arbeitgebern in Verbindung zu setzen, ohne jeweils eine eigenständige Bewerbung zu schreiben. Die eigenen Daten werden hinterlegt und Unternehmen oder Kanzleien, die auf der Suche nach Arbeitnehmer:innen sind, können auf diese Informationen zugreifen. Als Bewerber:in kann man bestimmte Interessengebiete, einen örtlichen Bereich und Gehaltsvorstellungen angeben und in diesem Bereich werden potentielle Arbeitgeber angezeigt. Wirklich praktisch fand ich die Angabe des Gehaltes, sodass man nicht im Gespräch selbst eine Vorstellung äußern muss. Besteht Interesse an einem Angebot, kann man den Arbeitgeber liken. Ist er auch interessiert, entsteht ein Match und beide Parteien können einander direkt kontaktieren. Die Mitarbeitenden von Legalhead fragen zwischendurch immer wieder nach dem aktuellen Stand der Bewerbung, sodass keine längeren Wartezeiten im Bewerbungsprozess entstehen. Der weitere Kontakt erfolgt unmittelbar zwischen den Parteien.

M. L.: Die wohl interessantesten Funktionen sind das Filter- und Matchingsystem. Nachdem man sich ein Profil erstellt hat, kann man verschiedene Kriterien auswählen, die der potenzielle Arbeitgeber erfüllen soll (bspw. Wunschort, Tätigkeitsfeld, Mindestgehalt). Anschließend werden einem lediglich die Arbeitgeber angezeigt, die diese Kriterien erfüllen. Diese Filtermöglichkeit vereinfacht und beschleunigt die Job- suche extrem. Anschließend kann man einzelnen Arbeitgebern einen „Daumen hoch“ geben. Wenn diese den „Daumen hoch“ erwidern, entsteht das Match und man kann direkt mit dem potenziellen Arbeitgeber chatten.

Welche zentralen Vorteile sehen Sie in der Nutzung von einer Plattform wie Legalhead?

J. L.:Die Plattform bündelt die offenen Angebote und erleichtert die Suche nach geeigneten Stellenangeboten. Insbesondere kleine Kanzleien oder Unternehmen sind teilweise schwierig zu finden, wenn sie auf dem Markt nicht so präsent sind wie Großkanzleien mit einer eigenen Marketingabteilung. Gerade im Vergleich zu Großkanzleien ist die Suche nach einer geeigneten kleineren oder mittelständischen Kanzlei leichter.

M. L.: Ein besonderer Vorteil ist, dass man extrem schnell mit potenziellen Arbeitgebern ins Gespräch kommen kann. Der Chat bietet hier eine informelle und lockere Atmosphäre. Man benötigt nicht einmal ein Anschreiben. Oftmals wird man durch den Chat direkt zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen.

Inwiefern trägt Legalhead aus Ihrer Sicht dazu bei, den Bewerbungsprozess zu vereinfachen und wenn ja, warum?

J. L.: Die Plattform vermittelt unmittelbar zwischen den Parteien, sodass die Recherche nach einem passenden Stellenangebot und das Erstellen eines Anschreibens entfällt.

M. L.: Wie bereits erwähnt, kann man Arbeitgeber direkt nach den eigenen Wunschvorstellungen filtern. Dadurch spart man sehr viel Zeit und wird auch auf potenzielle Arbeitgeber aufmerksam, die man vielleicht vorher noch nicht auf dem Schirm hatte, die aber eigentlich genau dem entsprechen, was man sucht.

Warum würden Sie Legalhead weiterempfehlen?

J. L.: Die Möglichkeit, von potentiellen Arbeitgebern direkt kontaktiert zu werden, vereinfach die Bewerbung und die erste Kontaktaufnahme sehr.

M. L.: Durch den Chat kommt man sehr schnell mit Arbeitgebern in Kontakt. Insbesondere, wenn man konkrete Vorstellungen an seinen Wunscharbeitgeber hat (z. B. Teilzeit- oder Homeoffice-Möglichkeit, Mindestgehalt etc.), kann man über das Filtersystem und die schnelle Kontaktmöglichkeit viel Zeit sparen.

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Verantwortlich für die Bereiche Talent Marketing und Recruiting bei der Legalhead GmbH und ihrer führenden Job-Matching-Plattform für Juristinnen und Juristen.

Bild: Adobe Stock/©nadia.snopek

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