LuxxProfile

Großkanzlei, Beamtenkarriere oder doch lieber Selbstständigkeit? Juristinnen und Juristen haben sowohl bei der beruflichen Laufbahn als auch beim fachlichen Schwerpunkt die Qual der Wahl. Um herauszufinden, welcher Karriereweg der Richtige ist, empfiehlt Rechtsanwalt und Coach Peter Schönberger das Analyseverfahren LUXXprofile. Im Interview verrät er, wie es funktioniert und welche Erkenntnisse es bringt.

Herr Schönberger, was genau ist das Analyseverfahren LUXXprofile?

LUXXprofile ist ein anerkanntes Verfahren zur Bestimmung der eigenen intrinsischen Motivation. Es bestimmt die Ausprägung meines inneren Antriebs in insgesamt 16 sogenannten Motiven, wie etwa Neugier, Sicherheit, Einfluss oder soziale Anerkennung. Das Ergebnis der Analyse ist niemals gut oder schlecht, denn jede Ausprägung hat ihren Leistungsbeitrag. Es gibt also kein „bestanden“ oder „durchgefallen“ wie bei einem Test.

Welche Fragen beantwortet es bzw. bei welchen Problemen kann es Hilfestellung geben?

LUXXprofile beantwortet generell die Frage, was mir wirklich Freude bereitet, denn ich werde nur in diesen Bereichen nachhaltig erfolgreich sein. Das Verfahren wird eingesetzt, um berufliche Standortbestimmungen – etwa in Outplacement-Prozessen – durchzuführen, Führungskräfte in ihrem Führungsverhalten und Teams effizienter zu machen und generell Beziehungen, sei es im beruflichen oder privaten Bereich, deutlich zu verbessern. Letztlich geht es immer darum, sich selbst kennen zu lernen und Menschen, mit denen ich zu tun habe, besser zu verstehen. Deshalb wird LUXXprofile auch sehr erfolgreich zur Optimierung von Verhandlungsverhalten von Juristinnen und Juristen eingesetzt.

Wie läuft das Analyseverfahren genau ab?

Im Rahmen einer beruflichen Standortbestimmung lerne ich die Kandidatin oder den Kandidaten zunächst kennen. Wir sprechen über dessen bisheriges berufliches Leben anhand des Lebenslaufs. Danach bekommt sie oder er einen Link zur Analyse, bei der in ca. 45 Minuten online Fragen beantwortet werden. Der Coach bekommt sofort das Auswertungsergebnis und bespricht dies dann im Detail mit der Kandidatin oder dem Kandidaten. Hierbei werden dann Beratungsschwerpunkte je nach Bedarf (Verbesserung des Führungsverhaltens, Standortbestimmung, Teamanalyse) gesetzt.

Braucht man für die Analyse auf jeden Fall einen Coach oder kann man das auch selbstständig machen?

LUXXprofile darf nur über einen ausgebildeten LUXXprofile-Master durchgeführt werden. Dies liegt im Wesentlichen daran, dass die Ergebnisse der Analyse in einen Kontext zum jeweiligen Ziel der Analyse gebracht werden müssen. Die Schlüsse und Handlungsempfehlungen sind sehr individuell und setzen eine Ausbildung als Coach sowie konkrete umfängliche Erfahrungen im jeweiligen Kontext (z. B. Führung, Teambildung, Arbeitsmarkt) voraus.

Welche Voraussetzungen sollte man für die Analyse mitbringen?

Wer sich zu einer Masterausbildung entschließt, braucht zunächst eine gehörige Portion an Lebenserfahrung und Empathie, zudem sollte die – oder derjenige idealerweise eigene Erfahrungen in dem Bereich mitbringen, in dem er oder sie im Einzelnen berät, wie etwa Führungserfahrung, Erfahrung im Konzern oder generell in der Wirtschaft, etc.

In welchem Karrierestadium macht es für eine Anwältin bzw. für einen Anwalt besonders Sinn, eine solche LUXX-Analyse zu machen?

Am besten möglichst zu Beginn des Berufslebens. Ich bin ja selbst Jurist und habe alle Stationen von der Großkanzlei, über die „Boutique“ bis hin zur eigenen Kanzlei durchlaufen. Mit den Kenntnissen, die über die Analyse gewonnen werden können, hätte ich mir einige Umwege und Sackgassen erspart.

Worin liegen die Vorteile eines LUXXprofils im Unterschied zu anderen Analyseverfahren?

Die meisten Verfahren analysieren lediglich, wie ein Mensch sich in einer bestimmten Situation verhält, nicht aber, warum er dies tut. Die Ursachen sind jedoch gerade das Entscheidende, um sein Verhalten zu ändern. Zudem ist LUXX in seinen Ergebnissen sehr klar und lässt die Kandidatin oder den Kandidaten nicht mit schwer greifbaren Begrifflichkeiten und Aussagen zurück.

Welche Erkenntnisse können insbesondere Anwältinnen und Anwälte daraus ziehen?

Wer sich selbst kennt und auch lernt, andere Personen in ihrer Intrinsik zu begreifen wird u. a. ein deutlich besserer Verhandler. Man kann sich in eigenen extremen Ausprägungen, die einen daran hindern, beim Gegenüber durchzudringen, zurücknehmen und sein Gegenüber besser „lesen“. Zudem sind ja auch die Karrieren von Juristinnen und Juristen sehr vielschichtig (Inhouse, Kanzlei, Selbständigkeit). LUXXprofile hilft dabei, den idealen Weg einzuschlagen.

Können Sie ein Beispiel aus Ihren Praxiserfahrungen nennen, bei der eine Person sich durch das LUXXprofile besonders gut weiterentwickeln konnte?

Ich hatte vor kurzem einen Vermögensberater, der in seinem Job nicht sehr erfolgreich war. Seine intrinsischen Ausprägungen zeigten, warum er wenig Kundenkontakt hatte und der Kundenkontakt für ihn auch schwierig ist. Er ist seitdem sehr viel stärker damit beschäftigt, unter sich Strukturen aufzubauen, von denen er profitiert und dies jetzt sehr erfolgreich.

Wo sind die Grenzen des LUXXprofile?

LUXXprofile nimmt niemandem ab, den intrinsisch idealen Weg auch zu gehen. „Erkennen“ ist die eine Sache, „Machen“ eine andere.

Können die insgesamt 16 Persönlichkeitsausprägungen eines Menschen nicht auch innerhalb eines Lebens variieren? Berücksichtigt LUXXprofile-Analyse, dass Menschen sich ändern können?

Etwa nach der Pubertät ist die intrinsische Persönlichkeit fest „verdrahtet“ und ändert sich nicht mehr. Man spricht dabei von sogenannten „Traits“, ähnlich dem BIOS eines Computers. Menschen passen ihr Verhalten jedoch im Laufe der Zeit den – vermeintlichen – Notwendigkeiten an. Das sind dann die sog „States“. Wenn in mehreren Motiven Traits und States deutlich voneinander abweichen, gibt es erhebliche Unlustgefühle bis hin zum Burnout. Die Ausprägungen ändern sich also nicht, das Verhalten schon. Ein Ziel von LUXXprofile ist es, eine möglichst hohe Überschneidung zwischen Traits und States zu erzielen.

Hatten Sie schon einmal den Fall, dass eine LUXX-Analyse „falsch“ ausgefallen ist?

In Teilen ja. Das passiert, wenn Fragen nicht danach beantwortet werden, wie sie intrinsisch beantwortet werden, sondern wie man sich gerade verhält. Wenn man also bei der Beantwortung Traits und States durcheinanderwürfelt, kann das passieren. Ich erwähne dies jedoch immer vor der Beantwortung der Fragen. Zudem sind diese so gestellt, dass hier Vermischungen selten sind.

Wie viel kostet eine LUXXprofile-Analyse?

Je nach Aufwand kostet sie zwischen 500 Euro und 1.100 Euro, zzgl. USt. Im kostenfreien Vorgespräch arbeiten wir heraus, was im Einzelfall Sinn macht.

Gibt es noch etwas, das Sie zum Thema LUXXprofile hinzufügen möchten?

Meine Frau sagt zu mir: „Seitdem Du LUXX machst, bist Du toleranter und emphatischer geworden.“ Eine schöne Entwicklung auch bei mir!

Herr Schönberger, vielen Dank für das Gespräch!

Das Interview führte Bettina Taylor.

Mehr Informationen zum Analyseverfahren LUXXProfile gibt es hier: 

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Foto: LuxxProfile

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