§15 FAO

Advertorial

Die anwaltliche Fortbildung hat sich in den vergangenen Jahren spürbar verändert. Während Präsenzseminare lange Zeit als selbstverständlich galten, haben sich digitale Formate inzwischen fest etabliert. Für Fachanwältinnen und Fachanwälte eröffnet dies neue Möglichkeiten, die jährliche Fortbildung nach § 15 FAO flexibel und effizient zu gestalten. 

Gleichzeitig zeigt sich in der Praxis, dass die Frage nach dem „besseren“ Format häufig zu kurz greift. Denn sowohl Online-Seminare als auch Präsenzveranstaltungen bieten Vorteile, die sich sinnvoll ergänzen können. Die Entscheidung hängt dabei nicht nur vom jeweiligen Thema ab, sondern oftmals auch von der persönlichen Lebens- und Berufssituation. 

Die Vorteile der Online-Fortbildung 

Die Beliebtheit von Online-Seminaren kommt nicht von ungefähr. Für viele Fachanwältinnen und Fachanwälte ist die zeitliche Flexibilität ein entscheidender Faktor. Anfahrtswege entfallen, die Teilnahme ist unabhängig vom Kanzleistandort möglich und selbst eng getaktete Arbeitstage lassen sich häufig leichter mit einer Online-Fortbildung vereinbaren. 

Gerade bei aktuellen Gesetzesänderungen, neuer Rechtsprechung oder spezialisierten Themen bietet das Online-Format die Möglichkeit, sich ohne größeren organisatorischen Aufwand fortzubilden. Zudem können Teilnehmende auf ein bundesweites Angebot zugreifen und sind nicht auf Veranstaltungen in ihrer unmittelbaren Region angewiesen. 

Streng genommen besteht die Fachanwaltsfortbildung heute sogar aus mehr als nur zwei Formaten. Neben Präsenzveranstaltungen und Live-Online-Seminaren eröffnet § 15 Abs. 4 FAO die Möglichkeit, einen Teil der jährlichen Fortbildung durch nachweisbares Selbststudium mit Lernerfolgskontrolle zu absolvieren. Bis zu fünf der insgesamt 15 Fortbildungsstunden können auf diesem Weg erbracht werden. 

Gerade in Lebensphasen, in denen feste Seminartermine schwerer planbar sind – etwa während einer Elternzeit, bei familiären Verpflichtungen oder in besonders arbeitsintensiven Kanzleiphasen – kann diese Möglichkeit zusätzliche Flexibilität schaffen. Die Inhalte lassen sich zeit- und ortsunabhängig bearbeiten und ermöglichen es, zumindest einen Teil der Fortbildungspflicht unabhängig von festen Veranstaltungszeiten zu erfüllen. 

Warum Präsenzveranstaltungen weiterhin ihren festen Platz haben 

Trotz aller Vorteile digitaler Formate gibt es Aspekte, die sich online nur eingeschränkt abbilden lassen. Der persönliche Austausch mit Kolleginnen und Kollegen, Diskussionen während der Pausen oder Gespräche mit Referierenden nach einem Vortrag gehören für viele Teilnehmende weiterhin zu den wertvollsten Bestandteilen einer Fortbildungsveranstaltung. 

Insbesondere Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger sowie Fachanwältinnen und Fachanwälte in den ersten Jahren ihrer Spezialisierung profitieren häufig von diesen Begegnungen. Kontakte zu anderen Berufsträgerinnen und Berufsträgern, der Austausch über praktische Erfahrungen oder die Möglichkeit, individuelle Fragestellungen direkt mit Referierenden zu besprechen, können wertvolle Impulse für die weitere berufliche Entwicklung geben. 

Darüber hinaus schätzen viele Teilnehmende die besondere Lernatmosphäre vor Ort. Während der Kanzleialltag häufig von Fristen, Mandantenanfragen, E-Mails und Telefonaten geprägt ist, bietet eine Präsenzveranstaltung die Möglichkeit, sich für einen Tag oder ein Wochenende bewusst aus dem operativen Geschäft herauszunehmen und sich konzentriert einem fachlichen Thema zu widmen. Nicht wenige betrachten solche Veranstaltungen daher auch als willkommenen fachlichen „Tapetenwechsel“, der Raum für neue Perspektiven schafft. 

Die ideale Fortbildung verändert sich mit der Lebenssituation 

Interessant ist dabei, dass sich die bevorzugte Form der Fortbildung im Laufe des Berufslebens durchaus verändern kann. Was in einer bestimmten Karrierephase als besonders wertvoll empfunden wird, kann einige Jahre später anders bewertet werden. 

Während zu Beginn der anwaltlichen Laufbahn häufig der persönliche Austausch, das Knüpfen neuer Kontakte und die Erweiterung des beruflichen Netzwerks im Vordergrund stehen, gewinnen mit zunehmender Berufserfahrung oftmals andere Faktoren an Bedeutung. Wer eine eigene Kanzlei führt, Personalverantwortung trägt oder familiäre Verpflichtungen mit dem Berufsalltag vereinbaren muss, schätzt nicht selten die Flexibilität digitaler Fortbildungsangebote. 

Das bedeutet jedoch keineswegs, dass Präsenzveranstaltungen automatisch an Bedeutung verlieren. Viele erfahrene Fachanwältinnen und Fachanwälte nutzen bewusst beide Formate und entscheiden je nach Thema, persönlicher Situation und zeitlichen Ressourcen, welche Form der Fortbildung den größten Mehrwert bietet. 

Ein Angebot, das sich verändert 

Parallel dazu hat sich auch der Fortbildungsmarkt gewandelt. Zahlreiche Anbieter haben ihre Programme in den vergangenen Jahren vollständig auf digitale Formate umgestellt oder den Schwerpunkt deutlich in Richtung Online-Fortbildung verlagert. Reine Präsenzveranstaltungen sind in manchen Rechtsgebieten daher nicht mehr in der gleichen Vielfalt verfügbar wie noch vor einigen Jahren. 

Für Fachanwältinnen und Fachanwälte, die den persönlichen Austausch schätzen, kann es daher sinnvoll sein, vorhandene Präsenzangebote gezielt wahrzunehmen. Gleichzeitig profitieren sie von den Vorteilen digitaler Formate, die eine flexible und effiziente Fortbildungsplanung ermöglichen. 

Fazit: Kein Entweder-oder 

Die Frage „Online oder Präsenz?“ lässt sich heute kaum noch mit einem klaren Entweder-oder beantworten. Beide Formate haben ihre Berechtigung und erfüllen unterschiedliche Bedürfnisse im anwaltlichen Berufsalltag. 

Hinzu kommen die Möglichkeiten des Selbststudiums nach § 15 Abs. 4 FAO, die zusätzliche Flexibilität schaffen können. Damit stehen Fachanwältinnen und Fachanwälten heute mehr Wege denn je offen, ihre Fortbildungspflichten individuell und bedarfsgerecht zu erfüllen. 

Wer die jeweiligen Stärken von Präsenzveranstaltungen, Online-Seminaren und Selbststudium gezielt miteinander kombiniert, kann seine Fortbildung nicht nur effizient organisieren, sondern zugleich von fachlichem Austausch, persönlicher Vernetzung und größtmöglicher Flexibilität profitieren. Gerade deshalb spricht vieles dafür, die Zukunft der Fachanwaltsfortbildung nicht in einem einzelnen Format zu sehen, sondern in einer ausgewogenen Kombination verschiedener Fortbildungswege.

Nutzen Sie die Vorteile aller Formate:

Kombinieren Sie Online-Seminare, Präsenzveranstaltungen und E-Learning passend zu Ihrer beruflichen Situation.

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