Zwischen Fristen, Mandantengesprächen und der nächsten Verhandlung ist eine Pause kein Luxus, sondern Voraussetzung für Gesundheit und Erfolg. Für eine kurze, aktive Auszeit bietet sich das Repetal an: das Romantik Hotel Platte und direkt gegenüber der Golfclub Repetal. Keine Hotelprüfung, kein Sterne-Gerangel, sondern ein ehrlicher Erfahrungsbericht: gutes Essen, ein schöner Platz, aufmerksame Menschen – und spürbar mehr Ruhe im Kopf.
Transparenz: Der Autor, Markus Weins, Inhaber des FFI-Verlags, hat die Recherchereise im Auftrag der MkG-Redaktion durchgeführt; der Verlag hat sie bezahlt.
Warum kurze Auszeiten wirken
Wer im Beruf permanent „an“ ist, braucht einen Ort, der das Gegenteil erlaubt: kurze Wege, klare Strukturen, Bewegung an frischer Luft und verlässliche Gastfreundschaft. Genau das bietet die Kombination aus dem Romantikhotel Platte und Golfclub im Repetal bei Attendorn im Sauerland (NRW). Schon die Anreise entschleunigt: Nach der Autobahn wird es grün und hügelig; am Ziel schützt ein begrünter Lärmschutzwall das Ensemble vor der Straße – die Hoteliers haben die Straßenverlegung vor Jahren aktiv vorangetrieben. Ergebnis: überraschend viel Ruhe.
Hotel mit Ruhe und Haltung
Das Romantik Hotel Platte ist familiär geführt und wirkt genau so: persönlich, zugewandt, ohne Theater. Mir gefallen Details, die man nicht bestellen kann: Der Seniorchef begrüßt die Gäste abends persönlich am Tisch. Im Service herrscht aufmerksame Freundlichkeit; wenn etwas nicht perfekt ist, wird es offen gesagt – etwa als beim Fischgang das Besteck fehlte und der Kellner den Fehler ohne Ausflüchte benannte.
- Frühstück: reichhaltiges Buffet, Kaffee am Tisch serviert (große Auswahl), die Milch vorgewärmt – so schlicht, so gut.
- Abendessen: ein 4-Gänge-Menü, das kreativ und präzise gearbeitet ist. Ich bin kein Gourmetkritiker, aber: Hier wird mit Anspruch gekocht, ohne Effekthascherei.
- Zeitempfehlung: Zwei Nächte sind fast zu kurz. Wer Wellness, Küche und Golf in Ruhe erleben will, plant besser drei Nächte.
Golfplatz mit Verantwortung
Direkt fußläufig über die Straße liegt der Golfclub Repetal – gegründet 1991 in einem Trinkwasserschutzgebiet. Das Besondere: Der Platz wird konsequent chemiefrei gepflegt, auch die Grüns. Das ist selten und verlangt Können, zahlt sich aber in Spielfreude und Gewissen aus.
Landschaft & Anlage: Der Kurs zieht sich durch eine wunderschöne, leicht hügelige Natur mit weiten Blicken über Wiesen, Waldränder und Talsenken. Er wirkt großzügig und weitläufig angelegt – Bahnen haben Raum zu atmen; selbst an belebten Tagen verteilt sich das Spiel angenehm.
Architektur & Spielgefühl
- Erhöhte Grüns („false front“ à la PGA): anspruchsvoll, aber nicht unfair – wer zu kurz ist, rollt auch mal zurück und lernt Annäherungen präziser zu spielen.
- Dreistufige Randzonen: Neben dem Fairway erst Semirough, dahinter höher gemähte Bereiche – sinnvoll, weil Bälle besser auffindbar sind und der Spielfluss steigt.
- Infrastruktur, die mitdenkt: Zwei Toilettenhäuschen auf der Runde (wer viel spielt, weiß, wie wichtig das ist).
Training & Technik
- Driving Range mit rund 20 Abschlagplätzen, Rasenabschlägen und der Möglichkeit, Bunkerschläge von der Range zu üben.
- Ballautomat mit bargeldloser Zahlung (z. B. PayPal).
- Mobilität: Rund 20 E-Carts (davon zehn neu bestellt) – der Club hält Golf für alle Generationen spielbar.
Menschen & Haltung
Was mich besonders überzeugt hat, ist das Greenkeeping-Team, mit dem ich sprechen konnte. Man spürt Stolz und Identifikation mit „ihrem“ Platz – den Ehrgeiz, jedes Jahr ein Stück besser zu werden. Diese Haltung merkt man als Gast an vielen kleinen Stellen: am Grünzustand, an der Rasenkante, am Ton.
Für Einsteiger:innen und Vielspieler:innen
Der Club macht den Golf-Einstieg bewusst einfach:
- 6-Loch-Kurzplatz für erste Schritte, Schnupper- und Platzreifekurse, flexible Modelle bis hin zur Fernmitgliedschaft.
- Gute Idee für Kanzleien: Team-Schnuppertag mit anschließendem Abendessen im Hotel.
„Ich bin erst vor Kurzem Mitglied geworden – aber schon nach der ersten Runde war mir klar: Das ist mein Platz! Natur pur – ohne Einsatz von Chemie, dafür mit grandiosen Ausblicken auf Dörfer, Täler, Hügel und Wälder. Und nach 18 Loch weiß man definitiv, was man getan hat.“
Katrin Klöster
Fazit: Ein Wochenende, das entspannt und gut tut
Wer viel Verantwortung trägt, braucht Orte, die Arbeit aus dem Kopf nehmen. Das Repetal kann genau das – unaufgeregt, ehrlich, nahbar. Mir bleiben guter Service, ein Platz mit Überzeugung (chemiefrei, fair gebaut) und eine Küche mit Anspruch. Für ein intensives 48- bis 72-Stunden-Fenster ist die Kombination Hotel Platte + Golfclub Repetal ein stimmiger Ausgleich zum Dauerlauf Kanzlei.
Ein herzliches Dankeschön an Ben Remy, den technischen Leiter des Platzes, der mich auf einer Runde begleitete und mir viele interessante Details zum Platz erläuterte. Und nebenbei 3 über Par spielte!
Ich komme wieder – mit drei statt zwei Nächten.
Tippkasten: Mini-Erholung für Jurist:innen
- Zeitfenster: zwei, besser drei Nächte (Fr–So/Mo).
- Tagesstruktur: vormittags 9 oder 18 Löcher oder Range + Kurzspiel, nachmittags Essen/Lesen/Spaziergang.
- Abendessen: Menü vorab wählen, Pausen einkalkulieren.
- Leise Regeln: Handy „Nicht stören“, Mail-Check nur 1×/Tag.
- Für Neulinge: Kurzplatz/Schnupperkurs statt „alles sofort“.
Mein Arrangement: Stay & Play (Stand: November 2025)
- Leistung: zwei Übernachtungen im Einzelzimmer, Halbpension, 2 Golfrunden
- Preis: 377 € pro Person
- Hinweis: Angebot und Verfügbarkeit können sich ändern; Details ggf. vorab beim Hotel/Club prüfen.
Hier gelangen Sie zur Website des Romantik Hotel Platte.
Markus Weins ist Gründer und Inhaber des FFI-Verlags.






