Der MkG-Weblog

Ausschlussfristen kommen im Arbeitsrecht sowohl im Gesetz als auch in Arbeitsverträgen und in zahlreichen Tarifverträgen vor. Da sie sehr kurz sind, sind zur Wahrung der Ansprüche des Mandanten besondere Sorgfalt und ggfs. schnelles Handeln geboten. Read more

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Sicher kennen Sie auch die Tage, an denen man sich die Frage stellt, ob man genug Zeit und Energie für die eigene Karriereentwicklung investiert. Man schaut nach links und rechts und nimmt wahr, was andere Kollegen erreicht haben, und vergleicht sich mit ihnen. Dann kommt man zu dem Fazit, dass man es eigentlich ganz gut getroffen hat – oder eben auch nicht. Leider gibt es keinen Karriereleitfaden, der uns die Frage und auch Entscheidung abnimmt, wann genau wir was beruflich zu tun haben. Die eigene Karriere zu planen, ist eine höchstpersönliche Angelegenheit und einzigartig. Denn sie richtet sich nach Ihrer Persönlichkeit und Ihren Zielen im Leben. Read more

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Der Vergütungsanspruch des Anwalts durchläuft mehrere Phasen. Die Vergütung entsteht mit Auftragserteilung und Entgegennahme der Information. Fällig wird sie allerdings erst unter der Voraussetzung des § 8 RVG, nämlich mit der Erledigung oder Beendigung der Angelegenheit (§ 8 Abs. 1 RVG) oder im gerichtlichen Verfahren unter den weiteren Voraussetzungen des § 8 Abs. 2 RVG. Damit kann der Anwalt seine Vergütung aber immer noch nicht einfordern. Voraussetzung ist vielmehr, dass er seinem Auftraggeber zunächst eine ordnungsgemäße Rechnung nach § 10 RVG erteilt. Read more

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Texte auf einer Website sind ein wichtiger Faktor für ein gutes Google-Ranking. Aber woher Texte nehmen? „Textklau“ ist schon aus urheberrechtlichen Gründen keine Lösung. Selbst schreiben – hier fehlt es oft an Lust und/oder Begabung.

Text-Services scheinen eine oft günstige, praktische Lösung zu sein. Aber wie bewertet Google Texte von Text-Services, die möglicherweise mehrfach lizenziert und identisch im Internet veröffentlicht werden? Diese Frage und welches Problem Pressemitteilungen in diesem Kontext verursachen können, klären wir in diesem Beitrag. Read more

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Der Klageantrag

a) Bei Ansprüchen auf Zahlung eines Schmerzensgeldes ist die Stellung eines unbezifferten Antrags, durch den die Bemessung der begehrten Leistung in das Ermessen des Gerichts gestellt wird, grundsätzlich zulässig. Als Klageantrag wird empfohlen: Read more

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Die Konkurrenz auf dem Anwaltsmarkt ist groß, der Dienstleistungsanspruch der Mandanten gestiegen und der Fachkräftemangel unlängst in den Kanzleien angekommen. Um auf dem umkämpften Markt bestehen zu können, brauchen Sie jedoch zufriedene Mandanten und gutes Personal. Sie müssen in eigener Sache für sich werben und Ihre Kanzlei zur starken Marke machen. Nutzen Sie insoweit auch Strategien einer professionellen Außendarstellung, um sich vom Markt abzuheben. Das erfordert zu Beginn viel Disziplin und Engagement, mittel- bis langfristig wird sich der Einsatz auszahlen! Read more

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Derzeit ist das Migrationsrecht, zum Teil noch besser bekannt als Ausländer- und Asylrecht, in aller Munde. Besonders im Asylrecht ist in der letzten Zeit ein extremer Anstieg von Mandaten zu beobachten. Es wurde mir daher oft die Frage gestellt, wie man denn den Einstieg in diese Materie bewerkstelligt. Read more

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In der letzten Ausgabe hatte ich in einer Checkliste das „Wie“ eines Vorschussverlangens an den Auftraggeber (§ 9 RVG) dargestellt. Daran knüpfe ich nun mit einer Zusammenstellung dazu an, „was“ vom Auftraggeber gefordert werden kann. Read more

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Wird ein Anwalt in einer Angelegenheit, nachdem diese zunächst erledigt ist, erneut tätig, so gelten die bisherige und die weitere Tätigkeit als eine Angelegenheit, sodass er seine Vergütung nur einmal erhält (§ 15 Abs. 5 S. 1 RVG). Anders verhält es sich dagegen, wenn zwischenzeitlich mehr als zwei Kalenderjahre vergangen sind. Dann gilt die weitere Tätigkeit als neue Angelegenheit (§ 15 Abs. 5 S. 2 RVG). Read more

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Wer sich als Anwalt selbstständig macht, kommt nicht um sie herum, um die Kanzleiwebsite. Aber wie kommt man zu einer Kanzleiwebsite? Und worauf sollte man achten, wenn man eine Kanzleiwebsite erstellt? Das verrate ich in diesem Beitrag. Read more

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Seit dem 01.01.2015 gilt das MiLoG. In der anwaltlichen Praxis gilt es, einige Fallstricke zu beachten: Read more

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Das mobile Arbeiten macht auch vor der Anwaltschaft nicht halt. Aus diesem Grunde möchte ich Ihnen einige Apps näher vorstellen, die das Arbeiten unterwegs ermöglichen bzw. unterstützend zur Seite stehen. Beginnen möchte ich mit den Apps „Go RA“, „Go Kalender“ und Go Mandant“.

Diese drei Apps kommen von RA-MICRO und sind prinzipiell unabhängig von der eingesetzten Kanzleisoftware nutzbar, den vollen Leistungsumfang erhält der Nutzer aber nur in Verbindung mit einer Vollversion von RA-MICRO. Die „Go RA-MICRO“-App ist dabei das Herzstück. Geöffnet und korrekt eingerichtet bietet sie dem User vier Hauptbereiche:

– Posteingang,
– Akten,
– Werkzeuge und
– Recht.

Im Posteingang landen alle elektronischen Übermittlungen aus der Kanzlei. Dabei handelt es sich jedoch nicht um einen einfachen E-Mail-Client, da die Übertragung nur zwischen der Kanzleisoftware und der App stattfindet und hierbei eine 256-Bit-End-to-End-Verschlüsselung für abhörsichere Kommunikation sorgt. Im Bereich Akten kann man in elektronische Akten, die man sich zuvor vom Kanzleiserver auf das Tablet geschickt hat, einsehen. Insbesondere bei sehr umfangreichen Fällen ist dies sehr hilfreich, da man nicht mehr mit etlichen Aktenordnern unterwegs ist, sondern mit seinem Tablet. Dies setzt jedoch die Nutzung von RA-MICRO und die Vollständigkeit der E-Akten voraus.

Die Werkzeuge bieten zahlreiche Berechnungs- und Informationshilfen – angefangen von Basiszins über Bußgeldtabelle bis zu Online-Recherchen und Zinsberechnungen, um nur einige zu nennen. Der Bereich Recht gibt Ihnen eine komplette Bibliothek aller deutschen Bundes- und Landesgesetze, die auch offline verfügbar sind, sodass auch in Gebäuden, in denen eine Internetverbindung nicht zustande kommt, weiter gearbeitet werden kann.

Zudem sind bereits drei Kommentare (ZPO, BGB und OWiG) kostenlos freigeschaltet. Weitere können gegen Entgelt freigeschaltet werden. In der Mitte dieser vier Bereiche sitzt wie die Spinne im Netz ein Mikrofon, welches das Tablet oder Smartphone in ein Diktiergerät verwandelt und so auch unterwegs Schriftsätze erstellen lässt. Die Go Kalender-App bietet einen Kalender, der sich sowohl mit dem RA-MICRO-Kalender im Büro als auch mit allen anderen Go Kalendern der Mitarbeiter automatisch synchronisiert und so bei allen auf dem aktuellen Stand bleibt. Die Go Mandant-App ist zur Installation auf einem Mobilgerät des Mandanten gedacht und soll so die abhörsichere Versendung ein- und ausgehender Dokumente ermöglichen. Anders als bei der Versendung per E-Mail ist auch hier die Kommunikation end-zu-end-verschlüsselt.

Es gibt natürlich noch weitere kostenlose Apps, die nicht an eine Kanzleisoftware gebunden sind.

Sehr zu empfehlen ist die „DATEV Anwalt“-App, welche neun Funktionen beinhaltet, die im Folgenden skizziert werden:

Mit „Zivilprozess“ kann der Anwalt seinem Mandanten sofort umfassend Auskunft über die zu erwartenden Kosten geben. Zusätzlich berechnet die App, ab wann ein Vergleich für den Mandanten gewinnbringend ist. „Bußgeld“ (Verstöße im Straßenverkehr) ist selbsterklärend. „Kindesunterhalt“ bietet dem Anwalt eine Unterhaltsberechnung für bis zu drei Kinder nach der aktuellen Düsseldorfer Tabelle. „Scheidung“ dient der Berechnung der zu erwartenden Scheidungskosten anhand der Einkommen, des bereinigten Vermögens, der Anzahl der unterhaltsberechtigten Kinder und der vorhandenen Rentenanrechte. „Immobilien“ ermöglicht die Berechnung von Notar- und Grundbuchkosten. „Nachlass“ berechnet die Notar- und Gerichtskosten für die Erstellung von Testamenten und Erbverträgen. „Umsatzsteuer“ ermöglicht die Berechnung von Brutto- und Nettobeträgen mit 7 und 19 % Umsatzsteuer. „Promille“ ermöglicht die BAK-Berechnung nach der Widmark-Formel. „Empfängniszeit“ berechnet für ein Kind vom Geburtsdatum zurück den Empfängniszeitraum.

Summa summarum bieten die vorgestellten Apps Ihnen wertvolle Unterstützung sowohl im Büro als auch unterwegs. Ich nutze sie ständig und möchte sie nicht mehr missen.

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Im letzten Heft hatte ich in zwei Kurz-Checklisten die materiellen Anforderungen für einen Vorschuss vom Auftraggeber (§ 9 RVG) aufgezeigt. Daran will ich heute mit einer Zusammenstellung des „Wie“ einer Vorschussanforderung anknüpfen (s. auch Burhoff, RVGreport 2011, 365 ff.). Read more

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Vergütungsvereinbarungen sind für Rechtsanwälte von praktischer Bedeutung. Kommt es zu einer Vergütungsvereinbarung, wird in der Regel ein Stundenhonorar vereinbart. Dieses bietet dem Rechtsanwalt die Möglichkeit, seinen Arbeitsaufwand der Mandatsbearbeitung an seinem tatsächlichen Zeitaufwand zu orientieren. Auch für den Mandanten bietet die Zeitvergütung den Vorteil der Nachvollziehbarkeit, Aufwandsbezogenheit sowie Vergleichbarkeit der erbrachten Rechtsberatung. Für eine wirksame Vergütungsvereinbarung muss der Rechtsanwalt allerdings einige formelle und materielle Voraussetzungen beachten. Read more

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1. Aufgaben einer Bank

Zu den wesentlichen Aufgaben einer Bank zählen die Abwicklung des Zahlungsverkehrs, das Kreditgeschäft und die Vermögensverwaltung. Alle drei Bereiche sind für die Angehörigen der rechts- und steuerberatenden Berufe von besonderer Bedeutung.

1.1 Zahlungsverkehr

Im Zeitalter der EDV muss die Kontoführung online angeboten werden. Onlinebanking findet seine besondere Bedeutung u.a. im Bereich der Buchführung, die heute ohne Kontoauszugsmanager kaum noch denkbar ist.

Ebenso sollte kostenlose Bargeldverfügbarkeit an möglichst vielen Automaten angeboten werden. Es gibt diverse Gruppenzusammenschlüsse, die dies ermöglichen, z.B. Sparkassenverbund, Verbund der Volks- und Raiffeisenbanken, Cash Group: Deutsche Bank, Commerzbank, Postbank, Berliner Bank, Comdirect Bank, DAB Bank und Norisbank. Online-Banken wie ING Diba bieten Abhebungen (begrenzt auf Eurozone) oder DKB AG (weltweit) an jedem Geldautomaten kostenlos an.

Kontoführungsgebühren sollten von einer guten Bank gar nicht verlangt werden. Für die reine Kontoführung sollten sie wenigstens extrem günstig sein, insbesondere sollten keine weiteren versteckten Kosten, z.B. für Kredit- oder Girokarten, anfallen.

Entsprechende Anbieter finden Sie unter //www.bestesgirokonto.net/girokonto-fuer-selbststandige/ oder //www.firmenkonten24.de/geschaeftskonto-kostenlos.

1.2 Kreditgeschäft

Größere Investitionen und Forderungsverluste bis hin zu Forderungsausfällen zwingen Steuerberater und Rechtsanwälte immer wieder, Kredite in Anspruch zu nehmen, insbesondere für den Kauf einer Praxis und die Betriebskosten.

1.2.1 Kanzleikauf

Die wesentlichste Investition stellt der Kauf einer Kanzlei dar. Existenzgründer verfügen regelmäßig nicht über den vollen Kaufpreis und müssen ihn daher fremdfinanzieren. Insoweit kommt einer fundierten Beratung durch die Bank eine hohe Bedeutung zu. Dies schließt eine umfängliche Beratung über die Nutzung möglicher Fördermittel mit ein. Dabei sollte auch der Aspekt einer (vorübergehenden) Berufsunfähigkeit bedacht sein, denn anderenfalls könnte die Rückzahlung gewährter Kredite gefährdet werden. Auch die Lebenshaltungskosten müssen Gegenstand der Beratung sein.

Aber auch der Blick auf den Verkäufer einer Kanzlei ist für die Bank wichtig. Spätestens ab dem 55. Lebensjahr sollte sich der Kanzleiinhaber mit der Veräußerung beschäftigen, denn mit zunehmendem Lebensalter verringert sich der Kanzleiwert: Die Investitionsbereitschaft nimmt ab, junge Auftraggeber suchen junge Berater und werden einen „alten“ Berater nicht mehr beauftragen. So bilden mit zunehmendem Alter der Berater und seine Auftraggeber eine „Ablebensgemeinschaft“.

Hierzu kann die Bank Anregungen geben, indem sie zunächst auf die Sinnhaftigkeit eines Verkaufs aufmerksam macht, insbesondere auf folgende Aspekte:

  • Welcher potenzielle Nachfolger passt am besten zur Kanzlei und den Mandanten?
  • Ermittlung des Kaufpreises
  • Gestaltung des eigentlichen Verkaufsprozesses, z.B. mithilfe von Kanzleivermittlungen, Nutzung von Vermittlungsplattformen, Hinzuziehung des Verbandes oder der Kammer.

Erfahrungsgemäß findet sich der/die geeignete Nachfolger/in nicht sofort, sodass für die Suche durchaus ein Zeitraum von mehreren Monaten, ggf. sogar Jahren zu veranschlagen sein dürfte.

1.2.2 Betriebskosten

Nach einer Erhebung der Bundessteuerberaterkammer sind dies die wesentlichen Kosten in Prozent des Umsatzes:

  • Personalkosten 38 %,
  • Raumkosten 6 %,
  • EDV-Kosten 6 %,
  • sonstige Kosten 16 %.

Diese Kosten müssen monatlich gedeckt sein. Es liegt auf der Hand, dass gerade bei kleineren Kanzleien Forderungsausfälle schnell zu Liquiditätskrisen führen können. Auch hier kann die Bank durch Beratung helfen, Liquiditätsengpässe möglichst zu vermeiden. Eine Übersicht der Banken bzgl. der Kreditkonditionen finden Sie hier: //www.banken-auskunft.de/kredite/selbstaendige.

Es empfehlen sich aber auch z.B. Hinweise auf Forderungsausfallversicherungen und Factoring. Nach einer Umfrage des Deutschen Factoringverbandes aus 2011 haben 43 % der Hausbanken positiv bis sehr positiv, 48 % neutral und nur 9 % negativ auf das Factoring reagiert.

1.3 Altersvorsorge

Der Aufbau einer soliden Altersversorgung gewinnt angesichts der demografischen Entwicklung immer mehr an Bedeutung. Der Anteil der über 60-Jährigen wird in 2040 bei 37,3 %, in 2050 bei 38,9 % und in 2060 bei 39,2 % liegen. Es liegt auf der Hand, dass insbesondere die gesetzliche Rente nicht für einen angemessenen Lebensabend ausreichen wird.

1.4 Seriöse Geldanlage

Hierzu gehört, nur solche Anlagen zu empfehlen, die dem Risikoprofil des Anlegers entsprechen. Insofern kommt einer intensiven Risikobeurteilung des Anlegers erhebliche Bedeutung zu, damit sich Fehlinvestitionen wie die bei Lehman Brothers nicht wiederholen.

Wenn ein Gewinn erwirtschaftet wird, der angespart und dafür verzinslich angelegt werden soll, dann kann ein Sparkonto eröffnet werden. Wichtig ist dabei meist, dass das Geld rasch verfügbar ist, damit auf unvorhergesehene Änderungen der eigenen Finanzlage reagiert werden kann. Allerdings stellen angesichts der gegenwärtigen Zinslage weder Sparbuch noch Lebensversicherungen eine zukunftsorientierte Geldanlage dar.

1.5 Private Finanzierung

Auch die private Seite der Rechtsanwälte muss seitens der Bank abgedeckt werden. Finanzierung der eigengenutzten Immobilie und von Kapitalanlagen sind hier beispielhaft zu nennen.

2. Beachtung berufsrechtlicher Pflichten

2.1 Verbot der Provisionsannahme

Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern und Rechtsanwälten ist es gleichermaßen verboten, Provisionen für die Vermittlung von Geschäften mit Auftraggebern anzunehmen. Grund: Gefährdung der Unabhängigkeit durch Verfolgung von monetären Eigeninteressen.

2.2 Verbot der Globalabtretung

Die Abtretung von Honorarforderungen an Nichtberufsangehörige ist Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern und Rechtsanwälten gleichermaßen gesetzlich verboten. Trotzdem scheint es immer noch gängige Praxis zu sein, dass Banken sich Honorarforderungen von Freiberuflern zur Sicherung von ausgereichten Krediten sicherheitshalber abtreten lassen. Solche Abtretungen sind nicht nur berufswidrig, sondern verstoßen auch gegen § 203 StGB; zugleich sind sie wegen Verstoßes gegen ein Verbotsgesetz (§ 134 BGB) auch nichtig.

Hinzu kommt, dass für die Bank das Risiko besteht, dass Forderungen im Verwertungsfall nicht oder nicht mehr bestehen oder Ansprüche des Drittschuldners vorhanden sind, welche mit der Forderung aufgerechnet werden. Außerdem ist der Aufwand der Verwertung in der Kanzlei meist enorm und führt zu hohen Verwertungskosten bei der Bank. Im Hinblick auf diese Ungewissheiten werden die global abgetretenen Forderungen natürlich deutlich unter dem Nennwert beliehen. Im Vergleich zum Factoring machen Rechtsanwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer unter Liquiditätsaspekten eher ein schlechtes Geschäft. Denn durch den Kredit kann die Eigenkapitalquote nicht in dem Maße verbessert werden wie durch das Factoring, wodurch 100 % Liquidität sofort zugeführt werden.

2.3 Fremde Vermögenswerte

Neben der Kontoführung ist auch die Fremdgeldverwaltung für Mandantengelder ein enorm wichtiges Thema. Hierzu muss eine Bank prozessual und preislich attraktive Angebote bieten können.

Darüber hinaus sollte die Bank ihren Kunden, die im Bereich des Insolvenzrechts tätig sind, bei der Abwicklung von Insolvenzen mit Insolvenzgeldvorfinanzierungen zur Verfügung stehen.

3. Fazit

Den größten Gefallen tun sich Banken damit, wenn sie im Rahmen der Beratung die persönliche Lebenssituation des Freiberuflers berücksichtigen und intensiv auf seine Wünsche eingehen. Im Rahmen einer bedarfsgerechten Beratung sollten deshalb insbesondere die vorstehenden Aspekte besonders berücksichtigt werden.

So werden Kundenzufriedenheit und Kundenbindung erzeugt mit der Folge, dass die Bank gerne weiterempfohlen wird. Dabei helfen auch günstige Konditionen beim Zahlungsverkehr und Kreditgewährung.

Für Freiberufler geeignete Banken finden sich z.B. unter //www.focus.de/finanzen/banken/die-fairsten-banken-selbststaendige_aid_952542.html.

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Für junge Rechtsanwälte ist es nicht leicht, sich im Kampf um neue Mandate gegen die lokalen Platzhirsche zu behaupten, da diese auf ein gewachsenes Netzwerk, eine gute Reputation sowie ein größeres Werbebudget zurückgreifen können. Insbesondere wenn man noch nichts zu verschenken hat, müssen die beauftragten Werbemaßnahmen sitzen und möglichst umgehend Ergebnisse bringen. Vor diesem Hintergrund ist die Anzeigenschaltung über Google AdWords auch für neu gegründete Kanzleien interessant, da hier besonders flexibel und effizient geworben werden kann: Read more

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Viele Kolleginnen und Kollegen hatten darauf gewartet, endlich Ihre elektronische Kommunikation über das beA abwickeln zu können. Hier wären Ihnen einige Haftungsrisiken und Sorgen im Hinblick auf Vertraulichkeit der Kommunikation mit Gerichten, Behörden und Gegenanwälten und -anwältinnen sowie Korrespondenzkolleginnen und -kollegen genommen worden. Read more

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Sobald man als Rechtsanwalt ein Mandat übernommen hat, stellt sich die Frage, ob man von dem in § 9 RVG eingeräumten Recht, von dem Mandanten „für die entstandenen und voraussichtlich entstehenden Gebühren und Auslagen einen angemessenen Vorschuss [zu] fordern“, Gebrauch machen soll. Meines Erachtens sollte der Rechtsanwalt das immer tun, schon um späteren Einnahmeausfällen vorzubeugen. Unsere heutigen Kurz-Checklisten zeigen Ihnen zunächst die materiellen Vorschussanforderungen auf (s. auch schon Burhoff, RVGreport 2011, 365 ff.). Read more

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Es gibt Tätigkeiten, für die bei Gericht keine oder (nur) sog. Festgebühren zu zahlen sind. Das betrifft insbesondere das Verfahren über die Prozesskostenhilfe (PKH). Bei Gericht fallen im Prozesskostenhilfeverfahren nur Gebühren an, wenn die Beschwerde gegen eine die PKH ablehnende Entscheidung verworfen oder zurückgewiesen wird (Nr. 1812 GKG-KV/1912 FamGKG-KV – Festgebühren i. H. v. 60 €). Im Übrigen ist das Verfahren (gerichts-)gebührenfrei. Das ist auch der Grund dafür, dass das Gericht in diesen Fällen von Amts wegen gar keinen Wert festsetzen darf. Read more

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Häufig wird der Anwalt von mehreren Geschädigten beauftragt, anlässlich desselben Unfalls Schadensersatzansprüche zu regulieren. Es fragt sich für ihn dann, ob die Regulierung für die einzelnen Geschädigten eine Gebührenangelegenheit ist oder ob er die Mandate getrennt abrechnen kann. Read more

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